Gesundes Zahnfleisch in 5 Schritten

1- Putzen Sie Ihre Zähne regelmäßig

Zweimal täglich durchgeführtes, effektives Zähneputzen mit der richtigen Technik – von dem Zahnfleisch in Richtung Zahn – ist einer der wichtigsten Schutzfaktoren für die Gesundheit des Zahnfleisches. Ideales Zähneputzen allein deckt jedoch nur etwa 50 % der Mundhygiene ab. Je nach Stellung der Zähne zueinander sollte die Reinigung der Zahnzwischenräume zusätzlich mit Zahnseide oder Interdentalbürsten erfolgen.

2- Gehen Sie regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolle

Zahnfleischerkrankungen sind Krankheiten, die verhindert und unter Kontrolle gehalten werden können. Zahnfleischbluten ist eines der frühesten Anzeichen einer Zahnfleischentzündung, das von Patientinnen und Patienten bemerkt wird. Eine frühzeitige Untersuchung durch eine Fachzahnärztin oder einen Fachzahnarzt für Parodontologie und die rechtzeitige Einleitung geeigneter Behandlungen verhindern das Fortschreiten der Erkrankung und möglichen Zahnverlust. Regelmäßige Kontrollen im Abstand von sechs Monaten sind von großer Bedeutung.

3- Vermeiden Sie das Rauchen

Aktuelle Studien und wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Rauchen der größte umweltbedingte Risikofaktor für Zahnfleischerkrankungen ist. Es ist bekannt, dass Rauchen die Bildung von Zahnbelag und darauf basierend von Zahnstein verstärkt. Neben der Entstehung von Zahnfleischerkrankungen beeinträchtigt es auch die Durchblutung des Gewebes und verzögert die Heilung. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, auf das Rauchen zu verzichten.

4- Ersetzen Sie Füllungen und Kronen, die Ihrem Zahnfleisch schaden

Insbesondere Füllungsmaterialien, die sich seit längerer Zeit im Mund befinden, können im Laufe der Zeit Oberflächenabnutzungen oder Frakturen aufweisen. Ebenso ist bekannt, dass Kronen mit mangelhafter Randpassung, übermäßiger Dicke, Undichtigkeiten oder teilweise auch allergischen Reaktionen die Entstehung von Zahnfleischerkrankungen begünstigen. Durch solche Restaurationen kann es in den Zahnzwischenräumen zu Speiseresten kommen, was einen der wichtigsten ätiologischen Faktoren für Zahnfleischbluten und Zahnfleischerkrankungen darstellt. Zudem werden gelegentlich Verfärbungen des Zahnfleisches beobachtet, die durch metallgestützte Kronen verursacht werden. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen ermöglichen das frühzeitige Erkennen solcher Probleme und die Planung geeigneter Erneuerungsbehandlungen.

5- Wenden Sie sich bei Zahnfleischrückgang umgehend an Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt

Zahnfleischrückgänge können aus verschiedenen Gründen entstehen, unter anderem durch:

  • Zahnfleischerkrankungen
  • Unregelmäßige oder fehlstehende Zähne
  • Altersbedingte Veränderungen
  • Falsche Putztechnik
  • Zähnepressen und Zähneknirschen
  • Vorhandensein von straff ziehenden Frenula oder Muskelansätzen

Nachdem die Ursache des Zahnfleischrückgangs festgestellt wurde, informiert die Zahnärztin oder der Zahnarzt die Patientin oder den Patienten über geeignete Behandlungsoptionen sowie über Maßnahmen, die ein Fortschreiten verhindern können. Zu den möglichen Therapien zählen chirurgische Verfahren wie freie Zahnfleischtransplantationen, Bindegewebstransplantationen oder Zahnfleischverschiebungen. Anschließend ist es wichtig, präventive und schützende Maßnahmen durch eine gezielte Anleitung zur richtigen Putztechnik zu unterstützen.