Kieferbruchbehandlung: Ablauf, Heilung & Tipps

Alles über Kieferbruchbehandlung: Symptome, Diagnose & Heilungsverlauf. Entdecken Sie die besten Optionen für professionelle Zahnmedizin in der Türkei.

Ein Kieferbruch ist ein massives Trauma, das nicht nur mit extremen Schmerzen verbunden ist, sondern auch tiefgreifende Auswirkungen auf die grundlegendsten Funktionen unseres täglichen Lebens hat. Sprechen, Kauen, Schlucken und sogar das Atmen können durch eine solche strukturelle Verletzung im Gesichtsschädel stark beeinträchtigt werden. Darüber hinaus spielt das Gesicht eine zentrale Rolle für unsere Identität und Ästhetik, was bedeutet, dass ein Kieferbruch auch eine enorme psychologische Belastung für den Patienten darstellt. Aus diesem Grund ist eine sofortige, präzise und professionell geplante Kieferbruchbehandlung von entscheidender Bedeutung, um sowohl die volle Funktionalität als auch das ursprüngliche Erscheinungsbild des Patienten wiederherzustellen. In der modernen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie kommen heute hochmoderne Techniken zum Einsatz, die eine schnelle und komplikationsfreie Heilung ermöglichen. In diesem umfassenden Ratgeber beleuchten wir jeden einzelnen Schritt – von den ersten Anzeichen und der detaillierten Diagnostik über die operativen und konservativen Methoden bis hin zur langfristigen Rehabilitation und den Möglichkeiten der dentalen Wiederherstellung nach einem schweren Trauma.

Was ist eine Kieferbruchbehandlung und wann ist sie notwendig?

Unter einer Kieferbruchbehandlung versteht man die Gesamtheit aller medizinischen, chirurgischen und rehabilitativen Maßnahmen, die ergriffen werden, um eine Fraktur des Unterkiefers (Mandibula) oder des Oberkiefers (Maxilla) zu heilen. Der Kieferknochen ist ein komplexes, dreidimensionales Gebilde, das massiven Kräften standhalten muss, insbesondere während des Kauvorgangs. Wenn diese Knochenstruktur durch eine stumpfe Gewalteinwirkung durchbrochen wird, gerät das gesamte biomechanische System des Gesichts aus dem Gleichgewicht. Die Kieferbruchbehandlung wird zwingend notwendig, sobald eine solche Unterbrechung der Knochenkontinuität vorliegt.

Das primäre Ziel dieser Behandlung ist es nicht nur, die Knochenenden wieder zusammenzufügen, sondern vor allem die ursprüngliche Okklusion – also das perfekte Ineinandergreifen der oberen und unteren Zahnreihen – exakt wiederherzustellen. Wenn die Zähne nicht mehr korrekt aufeinanderpassen, führt dies langfristig zu schweren Schäden an den Kiefergelenken, chronischen Schmerzen und einer drastischen Einschränkung der Lebensqualität. Eine frühzeitige Kieferbruchbehandlung verhindert diese Spätfolgen und stellt sicher, dass der Knochen in seiner korrekten, anatomischen Position verheilt, bevor es zu einer Fehlstellung kommt.

Ursachen für einen Kieferbruch: Wie kommt es dazu?

Die Anatomie des menschlichen Gesichts ist zwar robust, aber der Unterkiefer ist aufgrund seiner markanten, exponierten und U-förmigen Struktur besonders anfällig für mechanische Krafteinwirkungen von außen. Die meisten Fälle, die eine dringende Kieferbruchbehandlung erfordern, resultieren aus plötzlichen, unvorhergesehenen Traumata. Verkehrsunfälle, insbesondere solche mit hoher Geschwindigkeit oder Beteiligung von Motorrädern und Fahrrädern, führen die Statistik der Ursachen weltweit an. Die Wucht des Aufpralls überträgt sich direkt auf das Gesichtsskelett und führt oft zu mehrfachen, komplizierten Brüchen.

Darüber hinaus sind Sportverletzungen bei Kontaktsportarten wie Boxen, Rugby, Fußball oder Eishockey eine häufige Ursache für Frakturen im Kieferbereich. Auch Stürze aus großer Höhe, Arbeitsunfälle auf Baustellen oder physische Auseinandersetzungen mit direkten Schlägen auf das Kinn oder die Wange sind typische Auslöser. In all diesen Fällen wirken die Kräfte so massiv auf den Knochen ein, dass dessen Elastizitätsgrenze überschritten wird. Je nach Winkel und Intensität des Aufpralls kann der Knochen einfach einreißen oder in mehrere kleine Fragmente zersplittern, was den Ablauf der anschließenden Kieferbruchbehandlung maßgeblich bestimmt.

Typische Symptome: Woran erkenne ich einen gebrochenen Kiefer?

Da der Kiefer bei fast jeder Aktion im Gesicht in Bewegung ist, machen sich die Symptome einer Fraktur meist sofort und sehr drastisch bemerkbar. Es ist für Patienten und Ersthelfer extrem wichtig, diese Warnsignale richtig zu deuten, um umgehend eine notfallmedizinische Kieferbruchbehandlung einzuleiten. Wenn Sie nach einem Unfall im Gesichtsbereich den Verdacht auf eine Knochenverletzung haben, sollten Sie auf folgende hochspezifische Symptome achten:

  • Massive, lokalisierte Schmerzen: Ein stechender, pochender Schmerz, der bei jedem Versuch zu sprechen, zu schlucken oder den Mund zu öffnen, exponentiell zunimmt.
  • Gestörte Okklusion (Fehlbiss): Das Gefühl, dass die Zähne beim Zubeißen plötzlich nicht mehr richtig aufeinanderpassen oder schief stehen. Dies ist das deutlichste Zeichen für eine Knochenverschiebung.
  • Eingeschränkte Mundöffnung (Trismus): Eine starke Verkrampfung der Kaumuskulatur, die es dem Patienten unmöglich macht, den Mund weiter als wenige Millimeter zu öffnen.
  • Sichtbare Asymmetrien und Schwellungen: Massive Hämatome (Blutergüsse) und Schwellungen entlang der Kinnlinie, der Wangen oder des Halses, oft begleitet von einer sichtbaren Verformung des Gesichts.
  • Intraorale Blutungen und lose Zähne: Zahnfleischrisse, stark blutende Wunden im Mundraum oder Zähne, die durch das Trauma gelockert oder komplett ausgeschlagen wurden.
  • Nerventaubheit (Parästhesie): Ein anhaltendes Taubheitsgefühl oder Kribbeln in der Unterlippe oder im Kinnbereich, was darauf hindeutet, dass der Gesichtsnerv durch Knochensplitter eingeklemmt oder verletzt wurde.

Diagnoseverfahren vor der eigentlichen Kieferbruchbehandlung

Bevor der Chirurg den Operationssaal betritt oder einen Therapieplan erstellt, muss eine absolut fehlerfreie und präzise Diagnostik erfolgen. Jeder Bruch ist einzigartig, und die genaue Kenntnis der Frakturlinien ist für den Erfolg der Kieferbruchbehandlung von unschätzbarem Wert.

Klinische Untersuchung durch den Facharzt

Der erste Schritt besteht aus einer gründlichen manuellen Untersuchung. Der Kieferchirurg tastet das Gesicht vorsichtig ab, um Stufenbildungen im Knochen oder unnatürliche Beweglichkeiten zu ertasten. Er überprüft die Funktion der Kiefergelenke, kontrolliert den Biss des Patienten auf Abweichungen und testet die Sensibilität der Lippen, um eventuelle Nervenschäden auszuschließen. Gleichzeitig wird der Mundraum auf innere Verletzungen und beschädigte Zähne untersucht, die das Gesamtbild des Traumas vervollständigen.

Bildgebende Verfahren (Röntgen und DVT)

Die klinische Untersuchung reicht allein nicht aus; die radiologische Bildgebung ist das Herzstück der Diagnose. Ein klassisches Panoramaröntgenbild (Orthopantomogramm) gibt einen ersten, zweidimensionalen Überblick über den gesamten Ober- und Unterkiefer. Für eine komplexe Kieferbruchbehandlung ist dies jedoch oft nicht detailliert genug. Moderne Kliniken setzen daher auf die Digitale Volumentomographie (DVT) oder Computertomographie (CT). Diese hochmodernen Verfahren erstellen ein hochauflösendes, dreidimensionales Modell des Schädels. Der Arzt kann die Fraktur aus jedem Blickwinkel betrachten, winzige Knochensplitter erkennen und die Operation virtuell am Bildschirm planen, noch bevor der Patient in Narkose versetzt wird.

Konservative Kieferbruchbehandlung: Wann ist keine OP nötig?

Kieferfrakturen

Viele Patienten sind verängstigt bei dem Gedanken an eine Operation im Gesicht. Die gute Nachricht ist: Nicht jeder Bruch erfordert zwingend einen chirurgischen Eingriff. Eine konservative Kieferbruchbehandlung kommt immer dann infrage, wenn es sich um einen sogenannten unkomplizierten, glatten Bruch handelt, bei dem die Knochenenden nicht gegeneinander verschoben sind (dislozierte Fraktur). Wenn die natürliche Verzahnung und der Biss des Patienten noch völlig intakt sind, kann der Körper den Knochen oft selbstständig heilen, vorausgesetzt, er bekommt die nötige Ruhe.

Bei der konservativen Methode wird der Kiefer in der Regel vorübergehend ruhiggestellt. Früher bedeutete dies oft, dass Ober- und Unterkiefer mit Drähten fest miteinander verbunden wurden (intermaxilläre Fixation). Heutzutage versucht man, dies zu vermeiden und setzt stattdessen auf spezielle Schienen, extrem weiche Kost und ein striktes Kauverbot für mehrere Wochen. Der Patient muss enorm diszipliniert sein, um die Heilung nicht zu gefährden. Regelmäßige Röntgenkontrollen stellen sicher, dass die Knochenfragmente während der konservativen Kieferbruchbehandlung nicht nachträglich verrutschen.

Operative Kieferbruchbehandlung: Ablauf und Methoden

Wenn die Knochenfragmente durch die Wucht des Unfalls verschoben, ineinander verkeilt oder in viele kleine Stücke zersplittert sind, ist eine chirurgische Intervention absolut unvermeidlich. Das primäre Ziel der operativen Kieferbruchbehandlung ist es, die Anatomie exakt zu rekonstruieren und den Knochen mechanisch so zu stabilisieren, dass der Patient seinen Mund schnellstmöglich wieder öffnen und bewegen kann.

Osteosynthese mit Titanplatten

Der weltweite Goldstandard in der modernen Kieferchirurgie ist die sogenannte Osteosynthese. In Vollnarkose legt der Chirurg den gebrochenen Knochen frei – um sichtbare Narben im Gesicht zu vermeiden, geschieht dies heutzutage fast ausschließlich von innen durch die Mundhöhle. Die Knochenfragmente werden wie bei einem Puzzle in ihre exakte, ursprüngliche Position reponiert. Anschließend werden sie mit winzigen, hochstabilen Miniplatten und Schrauben aus medizinischem Titan fest miteinander verschraubt. Titan wird vom menschlichen Körper perfekt toleriert und verwächst im Laufe der Zeit oft problemlos mit dem Knochen.

Fixierung und Ruhigstellung

Durch diese starre, interne Fixierung mit den Titanplatten entfällt in den meisten Fällen die Notwendigkeit, die Kiefer des Patienten nach der Operation wochenlang mit Drähten zu verschließen. Dies ist ein massiver Fortschritt für den Patientenkomfort. Der Patient kann sofort nach dem Aufwachen aus der Narkose sprechen und nach wenigen Tagen bereits weiche Nahrung zu sich nehmen. Diese moderne, operative Kieferbruchbehandlung beschleunigt nicht nur die Knochenheilung enorm, sondern reduziert auch das Risiko einer Gelenkversteifung durch zu lange Ruhigstellung drastisch.

Wie lange dauert der Heilungsprozess nach der Kieferbruchbehandlung?

Geduld ist die wichtigste Tugend, die ein Patient nach einem Gesichtstrauma mitbringen muss. Obwohl die Titanplatten sofortige mechanische Stabilität bieten, benötigt die biologische, zelluläre Heilung des Knochens ihre eigene Zeit. Der gesamte Ablauf nach einer Kieferbruchbehandlung lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen. In den ersten zwei bis drei Wochen ist absolute Vorsicht geboten; der Knochen bildet in dieser Zeit einen weichen, provisorischen Kallus um die Bruchstelle. Jede übermäßige Belastung durch Kauen harter Speisen kann in dieser Phase katastrophale Folgen haben und die Titanplatten verbiegen.

Nach etwa sechs bis acht Wochen hat der Knochen in der Regel eine ausreichende, grundlegende Stabilität erreicht, sodass der Patient langsam wieder zu einer normalen Ernährung übergehen kann. Der vollständige Umbau und die komplette Aushärtung des Knochengewebes dauern jedoch oft mehrere Monate bis zu einem ganzen Jahr. Wie schnell der Heilungsprozess nach der Kieferbruchbehandlung verläuft, hängt stark vom Alter des Patienten, seinem allgemeinen Gesundheitszustand und seiner strikten Einhaltung der ärztlichen Anweisungen ab.

Schmerzen und Schwellungen: Was ist nach dem Eingriff normal?

Ein chirurgischer Eingriff im Gesicht, das extrem stark durchblutet und von zahlreichen Nervenbahnen durchzogen ist, bringt naturgemäß postoperative Begleiterscheinungen mit sich. Schmerzen, starke Schwellungen und ausgedehnte Blutergüsse (Hämatome), die sich über den Hals bis zur Brust ausbreiten können, sind in den ersten Tagen nach der Kieferbruchbehandlung völlig normal und kein Grund zur Panik. Dies ist die natürliche Entzündungs- und Heilungsreaktion des Körpers.

Die Schwellung erreicht in der Regel am zweiten oder dritten Tag nach der Operation ihren absoluten Höhepunkt und beginnt danach langsam abzuklingen. Um diesen Prozess zu unterstützen, ist eine konsequente Kühlung des Gesichts mit Coolpacks in den ersten 48 Stunden entscheidend. Der behandelnde Arzt wird zudem einen detaillierten Medikationsplan aufstellen, der starke Schmerzmittel und entzündungshemmende Präparate umfasst, um den Patienten schmerzfrei zu halten. Sollten die Schmerzen jedoch plötzlich extrem zunehmen oder von hohem Fieber begleitet sein, muss sofort der Arzt aufgesucht werden, da dies auf eine Infektion hindeuten könnte.

Ernährung nach der Kieferbruchbehandlung: Was darf man essen?

Die Ernährung spielt eine absolut zentrale Rolle im Heilungsprozess. Da das Kauen in den ersten Wochen strengstens untersagt ist, um die frische Fraktur nicht zu belasten, müssen Patienten ihre Nahrungsaufnahme komplett umstellen. Es ist jedoch essenziell, dass der Körper weiterhin mit ausreichend Kalorien, Vitaminen, Mineralstoffen und vor allem Proteinen versorgt wird, um neues Knochengewebe aufzubauen. Ein starker Gewichtsverlust sollte während der Kieferbruchbehandlung unbedingt vermieden werden.

Hier sind die besten und sichersten Lebensmittel, die den Heilungsprozess optimal unterstützen, ohne den Kiefer zu belasten:

  • Klare Brühen und nährstoffreiche Suppen: Hühner- oder Rinderbrühe sowie fein pürierte Gemüsesuppen liefern wichtige Salze und Flüssigkeit.
  • Püriertes Gemüse und Kartoffelbrei: Extrem weich gekocht und ohne Stücke, liefern sie wertvolle Kohlenhydrate und Vitamine.
  • Proteinshakes und flüssige Nahrungsersatzmittel: Sie sind der beste Weg, um sicherzustellen, dass der Körper genug Eiweiß für die Wundheilung erhält.
  • Weiche Milchprodukte: Joghurt, Quark, weicher Pudding und lauwarme Milch sind leicht zu schlucken und reich an Kalzium.
  • Fein gemixte Smoothies: Frisches Obst, das in einem Hochleistungsmixer komplett flüssig verarbeitet wurde, sorgt für den nötigen Vitaminkick.

Es ist enorm wichtig, dass alle Speisen lauwarm oder kalt serviert werden. Sehr heiße Nahrung kann postoperative Nachblutungen im Mundraum provozieren. Zudem sollte nach jeder Mahlzeit die Mundhygiene strikt eingehalten werden.

Mögliche Komplikationen bei einer verzögerten Kieferbruchbehandlung

Kieferbruchbehandlung

Ein gebrochener Kiefer ist immer ein medizinischer Notfall. Werden die Symptome ignoriert oder eine notwendige Kieferbruchbehandlung aus Angst vor dem Arzt zu lange hinausgezögert, riskiert der Patient verheerende, teils irreversible Schäden. Der menschliche Körper versucht immer, einen Bruch selbst zu reparieren. Bleiben die Knochenenden verschoben, heilen sie in dieser falschen Position zusammen. Dieser Zustand wird in der Medizin als Pseudarthrose (Falschgelenk) oder Fehlverheilung (Malunion) bezeichnet.

Die Folgen einer solchen verzögerten oder ignorierten Kieferbruchbehandlung sind drastisch. Der Patient wird dauerhaft unter einem massiven Fehlbiss leiden, der das Kauen zur Qual macht und die Zähne durch falsche Belastung zerstört. Die ständige Fehlbelastung führt unweigerlich zu schweren, chronischen Arthrosen im Kiefergelenk, die mit ständigen Schmerzen und Knackgeräuschen verbunden sind. Zudem steigt das Risiko einer tiefen Knocheninfektion (Osteomyelitis) enorm an, wenn offene Brüche im Mundraum nicht sofort chirurgisch versorgt und gereinigt werden. Spätere Korrekturoperationen sind dann weitaus komplizierter und schmerzhafter als der ursprüngliche Eingriff.

Wann ist die volle Kaufunktion wiederhergestellt?

Das primäre Ziel jeder Frakturversorgung ist es, dem Patienten sein normales Leben zurückzugeben. Doch ab wann darf man wieder bedenkenlos in einen Apfel beißen oder ein hartes Steak genießen? Die Rückkehr zur vollen Kaufunktion ist ein schrittweiser, sehr vorsichtiger Prozess. Nachdem die weiche Kost in den ersten sechs Wochen die Basis gebildet hat, erlaubt der Chirurg nach positiven Röntgenkontrollen den Übergang zu weicher, aber kaubarer Nahrung (z.B. weiche Nudeln oder weiches Brot).

Die Kaumuskulatur, die wochenlang nicht trainiert wurde, wird in dieser Phase oft verhärtet und schwach sein. Es ist völlig normal, dass das Kauen anfangs anstrengend ist und sich der Kiefer steif anfühlt. Mit gezielten physiotherapeutischen Übungen, die Teil der postoperativen Kieferbruchbehandlung sind, muss die Muskulatur langsam wieder aufgebaut und gedehnt werden. Erst nach etwa drei bis vier Monaten, wenn der Knochen seine endgültige mechanische Härte erreicht hat, kann der Patient wieder zu seiner gewohnten, uneingeschränkten Ernährung zurückkehren, ohne Angst vor erneuten Schäden haben zu müssen.

Implantate nach einem Trauma: Möglichkeiten der Wiederherstellung

Ein schweres Gesichtstrauma beschädigt leider sehr oft nicht nur den Kieferknochen, sondern führt auch zum unwiederbringlichen Verlust von natürlichen Zähnen. Wenn Zähne durch den Unfall ausgeschlagen wurden oder wegen tiefer Wurzelfrakturen gezogen werden mussten, reicht eine reine Knochenheilung nicht aus, um das Gesicht und die Funktion vollständig wiederherzustellen. In diesen Fällen geht die Kieferbruchbehandlung nahtlos in die implantologische Rekonstruktion über.

Sofortimplantate vs. Spätimplantate

Je nach Ausmaß der Knochenschäden muss der Chirurg entscheiden, wann der beste Zeitpunkt für den Zahnersatz ist. Wenn der Knochen massiv zersplittert war, muss dieser erst vollständig verheilen (Spätimplantation), bevor Titanschrauben als künstliche Zahnwurzeln sicher im Kiefer verankert werden können. Ist der Knochen in der Zahnregion jedoch stabil geblieben, können unter Umständen sofort Implantate gesetzt werden.

Komplettlösungen bei Zahnverlust

In Fällen, in denen das Trauma zu einem fast vollständigen Verlust der Zähne geführt hat, bieten moderne Zahnkliniken hochkomplexe, festsitzende Lösungen an. Beispielsweise ermöglicht das innovative Konzept All on 4 Türkei, einen kompletten, festsitzenden Zahnbogen auf nur vier strategisch gesetzten Implantaten zu verankern. Diese Lösung bietet Unfallpatienten die Möglichkeit, ihr volles Lächeln und ihre Kaukraft in kürzester Zeit und mit maximaler Ästhetik zurückzugewinnen, sobald die knöchernen Strukturen nach dem Unfall wieder belastbar sind.

Warum sich viele Patienten für eine Behandlung in Istanbul entscheiden

Die Kombination aus notwendiger Unfallchirurgie und anschließender, oft sehr komplexer zahnmedizinischer Restauration stellt für viele Patienten nicht nur eine körperliche, sondern auch eine immense finanzielle Belastung dar. Daher blicken immer mehr Menschen aus Europa auf den Medizintourismus. Die Türkei, und hier insbesondere Metropolen wie Istanbul, hat sich in den letzten Jahren zu einem weltweiten Zentrum für exzellente Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie entwickelt.

Die Kliniken vor Ort verfügen über hochmoderne DVT-Geräte, eigene Hightech-Labore und Chirurgen, die auf schwerste Traumafälle und vollumfängliche Rekonstruktionen spezialisiert sind. Wenn nach einer überstandenen Kieferbruchbehandlung das Gebiss neu aufgebaut werden muss, bietet eine umfassende zahnsanierung in der turkei die Möglichkeit, höchste medizinische Qualität mit modernster digitaler Zahnheilkunde (Digital Smile Design) zu verbinden. Patienten erhalten hier eine ganzheitliche Betreuung aus einer Hand – vom chirurgischen Eingriff am Knochen bis hin zur finalen, ästhetischen Keramikkrone.

Wie hängen die Kosten für komplexe Eingriffe und Zahnersatz zusammen?

Ein schweres Kiefertrauma ist fast nie eine isolierte Angelegenheit. Werden Titanplatten zur Fixierung eingesetzt, Zähne müssen gezogen werden und später durch Knochenaufbau und Implantate ersetzt werden, explodieren die Kosten in westlichen Ländern oft dramatisch. Krankenkassen übernehmen zwar die akute chirurgische Kieferbruchbehandlung, doch wenn es um den hochwertigen, ästhetischen Zahnersatz im Frontzahnbereich oder um Implantate geht, bleiben Patienten häufig auf horrenden Zuzahlungen von mehreren Tausend Euro sitzen.

Hier zeigt sich der massive wirtschaftliche Vorteil einer Behandlung im Ausland. Durch niedrigere Lohnkosten und eigene Labore im Haus können internationale Spitzenkliniken die gleichen, FDA- oder CE-zertifizierten Titanmaterialien und Keramiken deutlich günstiger anbieten. Wenn Sie sich detailliert darüber informieren, wie sich die zahnersatz kosten ausland zusammensetzen, werden Sie feststellen, dass Einsparungen von bis zu 70 Prozent gegenüber europäischen Preisen keine Seltenheit sind. Dies ermöglicht es Traumapatienten, sich nach der Kieferbruchbehandlung genau die Premium-Implantate und Keramikkronen leisten zu können, die sie für ein gesundes, selbstbewusstes Leben benötigen, ohne sich in Schulden stürzen zu müssen.

Nachsorge und Tipps für eine erfolgreiche Kieferbruchbehandlung

Die erfolgreiche Operation im Krankenhaus ist lediglich der erste Meilenstein; die endgültige Heilung liegt zu einem großen Teil in den Händen des Patienten selbst. Eine disziplinierte und gewissenhafte Nachsorge ist der absolute Schlüssel zum langfristigen Erfolg jeder Kieferbruchbehandlung.

Die Mundhygiene hat nach dem Eingriff oberste Priorität. Da das normale Zähneputzen aufgrund der Schmerzen und Schwellungen anfangs schwierig ist, müssen vom Arzt verschriebene, antibakterielle Mundspülungen (z.B. mit Chlorhexidin) verwendet werden, um Plaquebildung und potenziell gefährliche Wundinfektionen zu verhindern. Zudem ist absolute körperliche Schonung angesagt. Sämtliche sportlichen Aktivitäten, schweres Heben oder anstrengende Tätigkeiten müssen für mindestens acht Wochen komplett pausiert werden, da durch den erhöhten Blutdruck Nachblutungen entstehen können. Kontaktsportarten sind für mehrere Monate ein absolutes Tabu. Wenn der Patient alle Termine zur Röntgenkontrolle wahrnimmt, die Ernährungsregeln strikt einhält und die verschriebenen Medikamente gewissenhaft einnimmt, stehen die Chancen auf eine vollständige, komplikationsfreie und unsichtbare Heilung nach der Kieferbruchbehandlung hervorragend.

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